Kartellverfahren mit Finanzmarktbezug

Finanzmarktmanipulationen waren in den letzten Jahren ein bedeutendes Thema. Während Anleger vielleicht an die Selbstregulierung des Finanzmarktes glaubten, haben Banken in den letzten Jahren das ihnen entgegengebrachte Vertrauen ausgenutzt und die Finanzmärkte beeinflusst, indem sie ihre Zinssätze manipulierten, um vom Handel zu profitieren und/oder um den Eindruck zu erwecken, dass sie sich in einer besseren finanziellen Lage befinden, als dies tatsächlich der Fall war. Dieses Verhalten verletzt nicht nur geltendes Kartellrecht, Investoren erlitten dadurch auch substantielle Verluste, für die sie nun entschädigt werden wollen.

Im Anschluss an den LIBOR-/EURIBOR-Skandal von 2013 rief DRRT eine Stiftung unter niederländischem Recht („Stichting LIBOR/EURIBOR Victim Compensation Fund“) ins Leben, um die Interessen von großen Anlegern und Marktteilnehmern zu vertreten, die von den LIBOR-/EURIBOR-Manipulationen durch die unterschiedlichen beteiligten Banken betroffen waren. Die Stiftung ist bereit ein Verfahren einzuleiten, um die Haftung von Rabobank, auf Basis der gesamtschuldnerischen Haftung der konspirierenden Banken durch ein niederländisches Gericht feststellen zu lassen. Zudem bereitet DRRT einzelne Klagen bezüglich der Manipulationsvorwürfe aufgrund Forex und CDS vor.